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Auf Augenhöhe – Warum kleine Konzertformate heute wichtiger sein könnten denn je
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Auf Augenhöhe – Warum kleine Konzertformate heute wichtiger sein könnten denn je

Wie verändert sich die Live-Musik-Szene – und welche Rolle spielen dabei kleine Konzertformate? In unserem Interview sprechen die Unicorn Sessions über ihre Mission, die Freiburger Musikszene zu vernetzen, Künstler und Publikum auf Augenhöhe zusammenzubringen und warum echte Begegnungen heute wichtiger denn je sind. Ein Blick auf ein Konzertformat, das zeigt: Manchmal entstehen die größten Momente auf den kleinsten Bühnen.

Mittwochabend.

Während viele den Feierabend auf dem Sofa verbringen oder durch soziale Medien scrollen, führt eine schmale Treppe hinunter in ein Kellergewölbe. Dort findet Woche für Woche ein Konzert statt, das bewusst einen anderen Weg geht.

Die Bühne ist ebenerdig. Zwischen Band und Publikum liegt oft nur ein Meter. Es gibt keinen Bühnengraben und keine Absperrungen. Musiker und Gäste begegnen sich auf Augenhöhe – im wahrsten Sinne des Wortes.

Es ist genau diese Nähe, die die Unicorn Sessions besonders macht.

Doch hinter den Konzerten steckt mehr als nur Livemusik. Sie erzählen eine größere Geschichte über die Frage, wie wir Musik heute erleben möchten.


Die Live-Musik verändert sich

Die Konzertlandschaft befindet sich im Wandel. Veranstalter stehen vor steigenden Kosten für Technik, Personal und Infrastruktur. Auch im Festivalbereich mussten in den vergangenen Jahren einige kleinere Veranstaltungen pausieren oder aufgeben, während große Festivals ihre starke Position behaupten konnten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Live-Musik an Bedeutung verliert.

Vielleicht verändert sich vielmehr die Art, wie Menschen Konzerte erleben möchten. Weg von der reinen Größe – hin zu Begegnungen, Atmosphäre und Gemeinschaft.

Genau hier setzen die Unicorn Sessions an.


Mehr als ein Konzert

Jeden Mittwoch verwandelt sich das Ruefetto in Freiburg in eine Bühne für Newcomer-Bands und erfahrene Musiker verschiedenster Genres. Für einige Künstler waren die Unicorn Sessions der erste Schritt auf die Bühne. Bands wie Canti Lever, Flüggi oder EHAR feierten hier ihr Debüt und konnten ihre Musik erstmals vor Publikum präsentieren.

Nach dem Konzert endet der Abend jedoch nicht. Es folgt eine offene Jam Session und Open Stage, bei der jede und jeder mitmachen kann. Die Idee dahinter: Menschen zusammenbringen, musikalischen Austausch fördern und Freiburgs Musikszene miteinander vernetzen.

Die Unicorn Sessions verstehen sich deshalb nicht nur als Konzertveranstalter, sondern als Plattform für Musikerinnen, Musiker und Musikbegeisterte.


Interview

Szene Radar: Die Unicorn Sessions sind mehr als eine Konzertreihe. Was steckt hinter eurer Idee?

Unicorn Sessions: „Wir möchten einen Ort schaffen, an dem sich Musikschaffende und Musikliebende begegnen. Unsere Konzerte sind der Anfang des Abends – danach geht es bei der Jam Session und der Open Stage weiter. Dort entstehen Gespräche, neue Projekte und manchmal sogar neue Bands. Genau dieses Miteinander ist der Kern unserer Idee.“


Szene Radar: Einige Bands hatten bei euch ihren ersten Auftritt. Welche Rolle möchten die Unicorn Sessions für die Freiburger Musikszene spielen?

Unicorn Sessions: „Jeder Künstler hat einmal klein angefangen. Wir möchten Musikerinnen und Musikern eine Bühne geben, auf der sie Erfahrungen sammeln, sich ausprobieren und ein Publikum finden können. Wenn Bands wie Canti Lever, Flüggi oder EHAR ihre ersten Schritte bei uns machen und ihren eigenen Weg weitergehen, freut uns das besonders. Genau dafür möchten wir Raum schaffen.“

Szene Radar: Auf eurer Website schreibt ihr, dass ihr die lokale Musikszene beleben möchtet. Was bedeutet das konkret?

Unicorn Sessions: „Wir möchten Newcomern genauso eine Bühne bieten wie erfahrenen Bands. Uns ist wichtig, dass Menschen unabhängig von Genre oder Erfahrung zusammenkommen. Die Unicorn Sessions sollen ein Ort sein, an dem Musiker sich vernetzen, gemeinsam Musik machen und voneinander lernen können.“

Szene Radar: Warum sollte jemand an einem Mittwochabend zu den Unicorn Sessions kommen?

Unicorn Sessions: „Weil Livemusik mehr sein kann als ein Konzert. Wer zu uns kommt, entdeckt neue Künstler, erlebt Musik in einer besonderen Atmosphäre und bleibt oft noch lange nach dem letzten Song. Bei der Jam Session entstehen Begegnungen, neue Ideen und manchmal sogar gemeinsame Projekte. Genau das macht die Unicorn Sessions aus.“


Musik verbindet

Konzerte bestehen aus mehr als Songs. Sie leben von Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Momenten.

Genau dafür stehen die Unicorn Sessions. Sie wollen keine möglichst große Bühne sein. Sie möchten einen Ort schaffen, an dem Künstler eine Chance bekommen, Menschen sich begegnen und die Freiburger Musikszene weiter zusammenwächst.

Manchmal braucht es dafür nicht mehr als ein Kellergewölbe, eine Band und ein Publikum, das die Leidenschaft für Livemusik teilt.


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